Futter-Nitrat-Rechner
Wie viel Nitrat bringt Fütterung wirklich ein? Tagesgramm rein, mg NO₃ pro Liter pro Tag raus. Die Zahl, mit der dein Wasserwechsel-Plan mithalten muss.
Stormy · die Beobachterin
Futter schleicht sich nicht leise ins Becken — jede Flocke bringt Stickstoff mit. Stormy rechnet es aus dem Proteinanteil zurück: 16 % des Proteins sind Stickstoff, und jedes Gramm Stickstoff landet nach der Nitrifikation als 4,43 g Nitrat im Wasser.
Trage Beckenvolumen, Tagesfuttermenge und Proteinanteil ein, um die NO₃-Last zu sehen.
So funktioniert das
Protein besteht zu etwa 16 % aus Stickstoff (die Kjeldahl-Konvention: Protein = N × 6,25). Fische behalten rund 30 % des Futter-Stickstoffs in ihrer Biomasse; die restlichen ~70 % verlassen sie über Kiemen, Urin und Kot als Ammoniak. Deine nitrifizierenden Filterbakterien oxidieren das Ammoniak zu Nitrat im Masseverhältnis 4,43:1 (NO₃ = 62 g/mol, N = 14 g/mol). Das Produkt dieser vier Zahlen ist der tägliche NO₃-Eintrag aus Futter.
mg NO₃/day = g_food × protein% × 0.16 × 4.43 × 0.70 × 1000Gramm Futter × Protein-Anteil × 0,16 (N im Protein) × 4,43 (NO₃ je N) × 0,70 (Ausscheidungsanteil), dann in Milligramm umrechnen. Geteilt durch Beckenvolumen ergibt das den täglichen Konzentrationsanstieg.
Einschränkung: die 0,70 ist ein typischer Mittelwert. Kaltwasserfische behalten mehr, warm- und sehr aktive Fische weniger. Pflanzenaufnahme, Denitrifikation in tiefem Substrat und nitratbindende Filtermedien ziehen weiter ab — der Rechner liefert den Brutto-Eintrag, nicht den Steady-State-Wert.

In der App loggt Manfred deine echten NO₃-Tests und rechnet aus der Massenbilanz die tatsächliche Verbrauchsrate deines Beckens zurück — Fütterung, Düngung und Wasserwechsel werden alle herausgerechnet.