Silikat (SiO₂)
Der Nährstoff, auf dem Kieselalgen wachsen. Meist eine Leitungswasser-Erbschaft, meist verantwortlich für die braunen Algen im neuen Becken.
Was es ist
Silikat ist gelöstes Siliziumdioxid, in fast jedem Süßwasser zwischen 1 und 20 mg/L vorhanden. Kieselalgen — die braunen Algen, die jedes neue Becken auf Glas und Stein überziehen — bauen es direkt in ihre Zellwände ein.
Warum es wichtig ist
Silikat ist das fehlende Stück der "braune Algen im neuen Becken"-Geschichte. Die Standardstory (wenig Licht + bakterielles Einfahren produzieren Kieselalgen, die später durch Grünalgen verdrängt werden) stimmt meist — aber Tanks mit hohem Leitungswasser-Silikat bleiben monatelang kieselalgen-anfällig statt nur wochenlang. Nicht die Kieselalgen sind das eigentliche Problem; das Silikat, von dem sie leben, ist es.
Wie testen
JBL Silikat, Sera SiO₂. Leitungswasser an der Quelle UND Beckenwasser testen — die Quelle zeigt dir die Ausgangslast.
Wie hoch und niedrig aussehen
Unter 1 mg/L: Kieselalgen-Wachstum verlangsamt sich, Scheiben bleiben sauber. 1–5 mg/L: typischer Leitungswasserbereich, Kieselalgenblüte in neuen Becken wahrscheinlich. Über 10 mg/L: dauerhafte Kieselalgen-Probleme auch in eingefahrenen Becken; brauner Belag kommt eine Woche nach Reinigung zurück.
Wie beheben
Wenn Silikat die Wurzel ist und du die üblichen Verdächtigen ausgeschlossen hast: Osmoseanlage oder silikatspezifisches Harz (Sera Silikatex, JBL SilicatEx) im Filter. Osmose entfernt Silikat effektiv (≥95% Rückhalt). Harz wirkt in-line, lädt sich aber schneller voll als Aktivkohle — bei hohem Leitungssilikat monatlich tauschen. Häufigere Wasserwechsel führen nur zurück zum (immer noch silikatreichen) Leitungswasser-Baseline; nachhaltiger Fix nur an der Quelle.
