pH
Saure-alkalische Skala, logarithmisch. Wo er liegt, ist weniger wichtig als wie stabil er bleibt — und was er über CO₂ verrät.
Was es ist
pH ist der negative Logarithmus der Wasserstoffionenkonzentration. Logarithmisch — pH 6 hat die zehnfache H⁺-Konzentration von pH 7, die hundertfache von pH 8. Die meisten Süßwasserbecken liegen zwischen 6,0 und 8,0.
Warum es wichtig ist
Ein stabiler pH ist viel wichtiger als ein "richtiger". Die meisten Hobbyfische sind über Generationen gezüchtet und vertragen ein breites pH-Spektrum, solange es nicht schwankt. Ausnahmen: Weichwasser-Zuchttanks (Diskus, Wild-Apistogramma), Tanganjika/Malawi (pH ≥ 8) und Becken, wo pH nachts stark fällt, weil KH den CO₂-Zyklus nicht puffern kann.
In CO₂-injizierten Pflanzentanks ist pH die Live-Anzeige des gelösten CO₂. Ein 1,0-pH-Abfall von Nicht-Injektion zu Licht-an heißt meist: CO₂ im Zielbereich.
Wie testen
Ein kalibriertes pH-Messgerät ist die Kosten wert, wenn du CO₂ fährst oder Weichwasserarten züchtest. Sonst reicht ein Flüssigtropfentest (JBL pH, Tetra pH) oder ein Stäbchen für monatliche Checks. Immer zur gleichen Tageszeit messen — pH schwankt im CO₂-Becken um 0,5–1,0 über den Tag.
Wie hoch und niedrig aussehen
Unter 5,5: die meisten Fische gestresst, Säurereiz an Kiemen binnen Tagen. Zwischen 5,5 und 6,5: Pflanzentank-Bereich, gut für südamerikanische und südostasiatische Arten. Zwischen 6,5 und 7,5: Mittelfeld, passt zu den meisten Gesellschaftsfischen. Über 8,0: alkalisch, passt zu afrikanischen Buntbarschen und Brackwasser, stresst Weichwasserarten.
Wie beheben
Zu hoch — CO₂-Injektion senkt pH natürlich; in Nicht-Pflanzentanks Torf im Filter oder Osmose-Verdünnung. Zu niedrig — KH mit Kaliumhydrogencarbonat anheben; pH folgt. Der CO₂-Rechner wandelt pH und KH in eine CO₂-Zahl, mit der du die Injektionsrate gegen das Zielband einstellst.
