Calcium (Ca)
Das dominante Kation in der Gesamthärte. Womit Garnelen Häutungen bauen, womit Schnecken Schalen aufbauen — und ein Makronährstoff, von dem die meisten Pflanzentanks reichlich haben.
Was es ist
Calcium ist das häufigste zweiwertige Kation in Süßwasser und der größte Beitrag zur Gesamthärte. In der Pflanzendüngung Makronährstoff; in der Wirbellosen-Haltung Baustoff — jede Häutung einer Garnele und jede Schicht einer Schneckenschale zieht Calcium direkt aus dem Wasser.
Warum es wichtig ist
Pflanzen brauchen Calcium für Zellwände; ein Mangel zeigt sich zuerst an den jüngsten Blättern als Knittern oder Hakenspitzen. Garnelen brauchen ~10 mg/L mindestens für saubere Häutungen, Schnecken konstant zur Schalenpflege — weiche, lochige Schalen sind fast immer chronischer Calciummangel.
In Leitungswasser aus Kalk- oder Karstboden sitzt Calcium bereits bei 30–80 mg/L. In Osmose-Tanks steuerst du es über die Aufhärtung.
Wie testen
Salifert Ca, JBL Calcium, oder berechnet aus GH bei bekanntem Ca:Mg-Verhältnis (Leitungswasser meist ~4:1). Der Härte-Umrechner handhabt die Ca/Mg-Aufteilung aus dem GH-Wert.
Wie hoch und niedrig aussehen
Unter 10 mg/L: Häutungsfehler bei Wirbellosen, Lochfraß auf Schneckenschalen, Blattrollen bei neuem Pflanzentrieb. Über 100 mg/L für sich nicht toxisch, bedeutet aber meist hartes Wasser mit gleichzeitig hohem Mg, KH und pH.
Wie beheben
Zu niedrig — Seachem Equilibrium, Salty Shrimp Mineral GH+ (für Garnelen) oder direkt Calciumchlorid (CaCl₂). 1 g CaCl₂ auf 100 L bringt ~3,6 mg/L Ca. Der Dosierungsrechner handhabt die Flasche-zu-Becken-Mathematik. Zu hoch — Osmosewasser verdünnen; Calciumbinder existieren, sind im Hobbybereich aber selten nötig.
